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Lerntheke - das Herzstück des Klassenraums

Die Regale in den meisten Klassenzimmern sind zum Bersten voll mit Arbeitsmaterialien, Büchern, Lernspielen oder Fachzeitschriften. Je mehr neue Literatur hinzukommt, umso unübersichtlicher wird das Sammelsurium aus Heften, Kopien und Stiften zum schriftlichen Festhalten von Stichworten.

Lerntheken sind eine ideale Methode, um System in die Arbeitsaufträge oder bestimmte Unterrichtsphasen zu bringen. Das Material für die einzelnen Episoden in der Unterrichtsstunde liegt griffbereit auf einem Tisch oder einer Kommode.

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Was ist eine Lerntheke?

Bei einer Lerntheke handelt es sich zumeist um einen Tisch, auf dem sich unterschiedliches Material für die Unterrichtsstunde befindet. Neben Lehrbüchern oder Stiften zählen Arbeitsblätter oder Karteikarten zu den wichtigsten Bestandteilen von gut bestückten Lerntheken.

Das Konzept ist in vielfacher Hinsicht vorteilhaft. Der offensichtliche Vorteil ist die geordnete Verfügbarkeit von Kopien oder Schreibmaterialien. Vonseiten der Lehrkraft bedarf es keiner ausdrücklichen Anweisung, wo die Arbeitsblätter oder Bücher zu finden sind. Sie werden für alle Anwesenden gut sichtbar und mühelos zugänglich in der Mitte des Klassenraums auf dem Tisch deponiert.

Lerntheke im Unterricht einsetzen

Die Theke zum Lernen wird in der Mitte des Klassenraums aufgebaut. Hier finden die Klassenmitglieder alle Materialien vor, die sie zum Arbeiten benötigen. Sie werden in Kisten oder Beuteln aufbewahrt.

Jede Aufgabenstellung entspricht einem bestimmten Schwierigkeitsgrad. Farbige Karten kennzeichnen die Komplexität der Materialien. Hier empfiehlt sich ein Verfahren in drei Schritten: Das erste Drittel umfasst einfache Aufgaben. Mit ihnen steigt die Klasse in das Thema ein. Auf das Einstiegsniveau folgt der mittlere Schwierigkeitsgrad. Die Aufgaben enden schließlich mit der schwierigsten Stufe, welche zugleich die letzte ist. Für den Vergleich der Arbeitsergebnisse werden Unterlagen in einer Mappe zur Verfügung gestellt. Sie beinhalten die Lösungen.

Während des Unterrichts wird alleine, in Partnerarbeit oder in Gruppen gearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler haben eine zeitliche Vorgabe. In diesem Zeitraum werden die Aufgaben bearbeitet. Es steht den Klassenmitgliedern frei, auf welchem Weg sie von der Aufgabenstellung zur Lösung gelangen. Darin besteht die Besonderheit des Konzepts. Die Fachlehrkraft hält sich im Klassenraum auf, um inhaltliche Fragen zu beantworten oder den Klassenmitgliedern bei komplizierten Aufgaben nach Bedarf zu helfen.

Anmerkung: Lehrkräfte müssen ein Auge auf die Gewissenhaftigkeit der Klassenmitglieder haben. Während der Arbeitsphase achten sie genau darauf, dass die Dokumente mit den Lösungen nicht zu früh zur Hand genommen werden. In den letzten 10 bis 15 Minuten der Unterrichtsstunde werden die Lösungsvorschläge in der Mappe auf die Lerntheke gelegt, damit die Schülerschaft genug Zeit zum Vergleichen der Ergebnisse hat.

Lerntheke - Anleitung Schritt für Schritt

Vor der Arbeitsphase wird die Unterrichtsstunde von der Lehrkraft vorbereitet. Bei der Unterrichtsplanung differenziert sie zwischen den verschiedenen Altersgruppen und Fächern.

Bevor die Klassenmitglieder eintreffen, baut die Lehrperson die Lerntheke im Klassenzimmer auf. Dabei werden die Arbeitsmaterialien auf ihre inhaltliche Korrektheit überprüft: Nichts ist während der Arbeitsphase hinderlicher als unvollständiges Material oder fehlerhafte Kopien von Arbeitsblättern. Vor jeder Arbeitsphase wird den Anwesenden der Ablauf erklärt. Der Einführung in das Thema der Unterrichtsstunde schließen sich die Vertiefungsphase und die Abschlussphase an. In der Vertiefungsphase werden die Inhalte auf einem erhöhten Niveau behandelt. Die Abschlussphase ist für den Vergleich der Arbeitsergebnisse vorgesehen.

Im Unterricht dürfen sich die Anwesenden alleine mit den Materialien beschäftigen. Die Lehrkraft gibt die Rahmenbedingungen vor; die praktische Herangehensweise ist Sache der Schülerschaft. Die Arbeitsblätter oder Fachbücher werden mit an den Sitzplatz genommen, um sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Wenn eine Aufgabe abgeschlossen ist, bringen die Klassenmitglieder die Materialien wieder zurück zur Theke. Auf den Checklisten stehen alle Aufgabenstellungen, die zu bearbeiten sind. Jede erfolgreich abgeschlossene Aufgabe wird auf der Liste abgehakt.

Tipps für Lehrkräfte

Die Methode der Lerntheke ist wirksam, aber aufwändig in der Organisation. Wer sich früh genug mit der Planung beschäftigt und sich Zeit für die Beschaffung aller erforderlichen Materialien nimmt, bewahrt in der heißen Phase Ruhe.

Eine Reflexion ist eine wertvolle Entscheidungshilfe. Lehrerinnen und Lehrer sollten sich fragen, ob die Klasse für das Konzept reif genug ist. Diese Fragestellung betrifft vor allem Lehrpersonen in der Grundschule. Wenn die Schülerschaft trotz ihres jungen Alters selbstständiges Arbeiten gewohnt ist und sich an die Regeln hält, darf man ihr ohne Bedenken eine Lerntheke bereitstellen.

Am Anfang der Stunde wird ein Mitglied aus dem Klassenverband ernannt, das für die Lerntheke verantwortlich ist. Es sortiert die Materialien und räumt den Bereich am Ende des Unterrichts auf. In der darauffolgenden Unterrichtsstunde werden die Karten neu gemischt, damit die Aufgabe nicht immer dem gleichen Klassenmitglied zufällt.

Lerntheke - FAQs

1. Gibt es Klassenstufen, für die das Konzept ungeeignet ist?

Die Antwort auf diese Frage lässt sich nicht pauschalisieren. Selbst der erfahrenste Pädagoge kann nicht von der gesamten Klasse als eine in sich geschlossene Gemeinschaft auf die einzelnen Klassenmitglieder schließen. Deshalb lautet die Fragestellung: "Gibt es Lerntypen oder Persönlichkeiten, für die das Konzept der Lerntheke weniger gut geeignet ist? ".

Das selbstständige Arbeiten setzt Eigenverantwortlichkeit und eine konzentrierte Arbeitsweise voraus. Für jüngere Kinder ist diese Anforderung sehr hoch. Hier sollten Lehrkräfte ihre eigenen Erwartungen dem Alter der Schülerschaft anpassen und sie bei der Durchführung des Konzepts begleiten. In höheren Jahrgängen ist die Selbstständigkeit beim Bearbeiten von Aufgaben für die meisten Schülerinnen und Schüler kein Problem. Als leitende Fachlehrkraft sollte man dennoch Hilfsbereitschaft signalisieren.

2. Welcher Zeitraum sollte für die Arbeit an der Lerntheke eingeplant werden?

Auf dem Raster für den Verlauf der Unterrichtsstunde wird die Dauer für die einzelnen Arbeitsphasen vermerkt. Bei Lerntheken gelten solche Regeln nicht. Sie sind zeitlich unabhängige Elemente im Stundenverlauf. Die Fachlehrkraft entscheidet, wie lange sich die Klasse mit den Materialien beschäftigt. Dabei kann es sich um einzelne Stunden von 45 beziehungsweise 90 Minuten oder um mehrere Wochen handeln.

In manchen Schulen erhalten die Klassen Wochenpläne. Die Themen entsprechen dem Kenntnisstand der jeweiligen Klassenstufe. Auch diese Technik lässt sich mithilfe der Lerntheke im Klassenraum umsetzen.

3. Die Lerntheke im Klassenraum wird sehr häufig genutzt. Wie sorge ich mit meiner Klasse für Ordnung während der Arbeitsphase?

Bevor die Anwesenden in die Phase des selbstständigen Erarbeitens von neuem Fachwissen einsteigen, erklärt ihnen die Lehrkraft das Vorgehen. Dabei weist sie die Klasse auf die Notwendigkeit eines aufgeräumten Tisches hin. Nur so kann die Lerntheke von allen Beteiligten genutzt werden. Für einen geordneten Arbeitsplatz ist die Verwendung von Taschen sinnvoll. Jede Tasche enthält Arbeitsblätter mit Aufgabenstellungen.

Während der Unterrichtsstunde ist eine Schülerin oder ein Schüler für die Theke zuständig. Zu den anfallenden Tätigkeiten zählen das Abheften der Dokumente mit den Lösungen, das Ordnen von Kopien und die abschließende Kontrolle. Wenn Materialien fehlen oder beschädigt sind, wird die Lehrkraft verständigt. Während der Arbeitsphase hält sich das zuständige Klassenmitglied in der Nähe der Lerntheke auf, um im Bedarfsfall einzugreifen. Diese Erlaubnis wird ihm von der Lehrperson erteilt.

4. Ich erteilte Unterricht in naturwissenschaftlichen Fächern und möchte die Lernmethode für die Durchführung von Versuchen anwenden. Ist das möglich oder sollte ich lieber auf Frontalunterricht zurückgreifen?

Je selbstständiger und verantwortungsvoller die Klassenmitglieder arbeiten, umso mehr darf man ihnen als Lehrerin oder Lehrer zutrauen. In Fächern wie Physik und Chemie gehört die selbstständige Versuchsdurchführung mit anschließender Protokollierung zum Unterricht dazu. Häufig finden solche Arbeitsphasen in Partnerarbeit oder in Kleingruppen statt.

Wenn die Verwendung von Chemikalien unvermeidlich ist, sollten die Schülerinnen und Schüler aus Sicherheitsgründen an ihren Sitzplätzen bleiben. Einfache Versuche lassen sich jedoch bedenkenlos an der Lerntheke durchführen.

Fazit - Unterricht à la carte

Darf ich euch zum Lernen an die Theke bitten? Lerntheken sind sinnvolle Konstanten im Unterrichtsgeschehen. Anders als beim Austausch zwischen der Lehrperson und der Schülerschaft steht der Dialog nicht im Vordergrund. Das eigenständige Erarbeiten von Wissen findet nach Belieben in Einzelarbeit, zu zweit oder in Gruppenarbeit statt.

Der Standort der Theke mit den Lernmaterialien wird nicht zufällig gewählt. Das Aufbauen der Lerntheke in der Mitte des Klassenzimmers dient nicht allein der barrierefreien Zugänglichkeit. Die Technik lässt sich als Selbstbedienung beim Lernen beschreiben. Alle Materialien liegen säuberlich aufgereiht auf dem Tisch aus. Die Klassenmitglieder kennen die Aufgabenstellungen und versorgen sich mit den Arbeitsblättern oder Fachbüchern. Währenddessen ist die Lehrkraft passiv anwesend, um auf Fragen zur Bearbeitung oder zum Konzept als solches einzugehen.

Nina K., 24.02.2026

Zur Autorin: Mein Name ist Katharina und ich bin seit dem Jahr 2018 als freiberufliche Autorin tätig. Zuvor habe ich mein Studium in Anglistik und Philosophie erfolgreich abgeschlossen. Das Verfassen von Artikeln für Lehrerblogs zählt nicht nur zu meinen grundlegenden, sondern auch zu meinen liebsten beruflichen Aufgaben. Mir macht es viel Freude, sowohl Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern nützliche Ratschläge für den Alltag 'vor der grünen Tafel' an die Hand zu geben. Meine Themenschwerpunkte reichen von Hilfestellungen für die Organisation über Tipps für eine gelungene Unterrichtsführung bis hin zu Gedanken über Werte wie Empathie und Mitgefühl – sie ermöglichen nicht nur in der Schule ein harmonisches Miteinander.