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Kreisspiele im Kindergarten - der spielerische Kreislauf

Das tägliche Miteinander im Kindergarten setzt sich aus dem eigenständigen Spielen und dem Spiel in der Gruppe zusammen. Spiele im Gruppenverband stärken den Zusammenhalt, vermitteln wertvolle Soft Skills und sind ein perfektes Heilmittel gegen akuten Aktivitätsmangel.

An Kreisspielen führt während der Zeit im Kindergarten kein Weg vorbei. Diese Form des Gruppenspiels bezieht alle Beteiligten ein. Neben den Gruppenmitgliedern ist auch die Gruppenleitung an den Spielen im großen Kreis beteiligt.

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Was sind Kreisspiele im Kindergarten?

Der Name ist Programm: Bei Kreisspielen bilden die Gruppenmitglieder einen Sitz- oder Stehkreis. Üblicherweise nimmt die Gruppenleitung an den Spielen teil und ist in den Kreis vollständig integriert.

Spiele im Kreis lassen sich im Gruppenraum oder bei schönem Wetter draußen auf dem Hof spielen. Die Spielvorgänge zeichnen sich durch folgende Merkmale aus: Sie sind leicht umzusetzen, lassen ein Regelwerk erkennen und stärken soziale, motorische sowie kognitive Fähigkeiten.

Wieso sind Kreisspiele wichtig?

Spiele in der Konstellation eines Kreises erfüllen einen größeren Zweck als den reinen Zeitvertreib. Aus pädagogischer Sicht sind sie ein kindgerechtes Tool, um die Gruppenmitglieder auf das spätere Leben in der Grundschule vorzubereiten.

Beim zyklischen Spiel kommen die Kindergartenkinder nicht nur mit neuen Impulsen oder kreativen Umsetzungen von Spielvorschlägen in Berührung. Sie lernen wichtige Werte wie das Einhalten von Regeln, einen fairen Umgang mit den übrigen Mitspielenden sowie die Fähigkeit zur Konzentration während des gesamten Spielvorgangs.

Durch die Kreisspiele werden diese Fähigkeiten in einen altersgerechten Rahmen eingebettet. Die Vermittlung von Regeln erfolgt nicht durch explizite Hinweise, sondern findet fast automatisch statt. Die Mitspielenden merken, dass jedes einzelne Gruppenmitglied zum Gelingen des Spiels beiträgt. Auf diese Weise lernen die Anwesenden den Zusammenhalt im Team zu schätzen. Manche Spiele sind eine Kombination aus unterschiedlichen Schwerpunkten. Die meisten Lieder sehen Bewegungsabläufe vor, während andere Spielideen soziale Kompetenzen mit Aufmerksamkeit oder schneller Reaktion verbinden. Ein bekanntes Beispiel ist die Reise nach Jerusalem.

In vielen Gruppen werden die Spiele im Morgenkreis oder zu feierlichen Anlässen wie Geburtstagen gespielt. Sie sind ein festes Element im Tagesablauf. Diese Konstante vermittelt den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Die Gruppenleitung nimmt keine passive Rolle ein. Sie schaut nicht aus einigen Metern Abstand zu, sondern beteiligt sich selbst an den Spielen. Auch diese bewusste Teilnahme signalisiert ein Interesse an den einzelnen Gruppenmitgliedern.

Gut zu wissen: Eine gleichmäßige Gewichtung der Spielarten ist im Kindergarten besonders wichtig. Nicht jedes Gruppenmitglied blüht bei Kreisspielen auf, sondern spielt auch gerne alleine. Diesen Bedürfnissen muss man als erwachsene Begleitperson entgegenkommen. Anstelle einer Anordnung ist die Einladung zum Spiel im Kreis angemessen. In dem Fall spielen die Kinder oft mit mehr Freude mit.

Die 10 schönsten Kreisspielideen

Die folgenden Spielvorschläge sind für Kindergartengruppen wie geschaffen: Sie sprechen die alterstypische Spielfreude an und machen sogar der Gruppenleitung Spaß. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Umsetzung - neben Sitzmöbeln wird für die meisten Spiele kein Zubehör benötigt. Die Gruppenmitglieder können sofort Platz nehmen und direkt in den Spielspaß eintauchen.

1. Mein rechter, rechter Platz ist frei

Bei der spielerischen Platzzuweisung klopft ein Gruppenmitglied auf den unbesetzten Stuhl zu seiner Rechten. Dabei wird der Name des bevorzugten Sitznachbarn genannt. Alle Anwesenden sollten mindestens einmal zum Zuge kommen und einen Anwesenden als Wunschkandidaten für den freien Platz benennen.

2. Reise nach Jerusalem 

Es wird ein Stuhlkreis gebildet. Ein Stuhl wird entfernt. Die Mitspielenden laufen um die Stühle herum, bis die Gruppenleitung "Stopp" sagt. Auf den Ruf hin müssen sich alle Gruppenmitglieder so schnell wie möglich einen freien Sitzplatz ergattern.

3. Lieder mit Bewegungselementen

Viele Lieder lassen sich mit Bewegungen wie Drehungen, Kniebeugen oder Sprüngen lebendig aufbereiten. Hier darf es ruhig kreativ zugehen: Die Gruppenmitglieder einigen sich auf ein Signalwort, auf welches eine bestimmte Bewegung folgt. Andernfalls halten sich die Mitspielenden an die Vorgaben des jeweiligen Liedes.

4. Abzählreime

Reime für Abzählspiele führen die Kinder an ihre ersten mathematischen Fertigkeiten heran. Andere Verse zielen nicht auf Zahlen oder Reimschemata ab, sondern sind vielmehr eine Freude für das Ohr: Liedtexte wie "Ringel, rangel, Rose" oder "Es war einmal ein Gugelhupf" setzen sich aus klangvollen Versen zusammen, die mit vereinter Kraft vorgetragen ihre besondere Wirkung entfalten.

5. Kotzendes Känguru

Beim kotzenden Känguru hält sich ein Kind in der Mitte des Kreises auf. Im Anschluss deutet es auf ein beliebiges Gruppenmitglied im Kreis und sagt Anweisungen wie "Fischschwarm", "Palme" oder "kotzendes Känguru". Die Fische, Palmen oder Kängurus sind das betreffende Gruppenmitglied sowie die Mitspielenden zu seiner Linken und Rechten. Sie stellen die ausschwärmenden Fische mit ihren Flossen, die Palmen mit den Palmwedeln oder die Kängurus dar, die in die "Tasche" des Mitspielers in der Mitte "kotzen".

6. Klangspiele

Mit rhythmischem Klatschen lassen sich Wetterlagen wie Hagel oder strömender Regen perfekt imitieren. Jedes Kind darf eine Anweisung geben, der Folge zu leisten ist: Die jeweilige Wetterlage wird durch Klatschen, Rauschen oder Klopfen nachgestellt.

7. Netze spannen

Die Gruppenleitung oder eine ausgewählte Person aus dem Kreis wirft einem beliebigen Gruppenmitglied ein Wollknäuel zu. Das Spiel wird nach diesem Prinzip fortgesetzt. Zum Schluss spannt sich das Wollnetz über die Mitte des Kreises.

8. Stille Post

Ein Gruppenmitglied überlegt sich einen Begriff, welcher dem linken oder rechten Sitznachbarn ins Ohr geflüstert wird. Danach geht es reihum. Das Ziel besteht darin, genau zuzuhören und den Begriff am Ende richtig wiedergeben zu können.

9. Stromkreis

Ein Mitglied aus der Gruppe verlässt den Raum, während die übrigen Anwesenden eine Schnur festhalten und eine Lücke im Stromkreis bestimmen. Anschließend wird das fehlende Gruppenmitglied wieder hereingebeten. Es hat die Aufgabe, die Lücke durch ein Herunterdrücken der Schnur zu finden. Wenn sie gefunden ist, springen alle Beteiligten einmal in die Höhe.

10. Ringlein, Ringlein, du musst wandern

Das gleichnamige Lied bildet die Grundlage des Spiels, bei dem ein Ring (aus Stoff, Gummi oder Plastik) von Mitspieler zu Mitspieler durchgereicht wird. Mit dem letzten Liedvers endet das Kreisspiel.

Kreisspiele im Kindergarten - FAQs

Spiele im Kreis sind keine komplizierten Programmpunkte auf dem Tagesplan. Trotzdem haben Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter Fragen zum idealen Zeitpunkt oder zur Organisation. Die häufigsten Fragestellungen werden hier beantwortet:

1. Zu welcher Tageszeit werden Kreisspiele im Kindergarten gespielt?

Für die Spiele gibt es keinen festgelegten Zeitpunkt. Der Morgenkreis oder die Abschlussrunde am Ende des Tages eignen sich gut, um sich zum Spielen zu versammeln. Grundsätzlich lassen sich die Kreisspiele zu jeder Tageszeit spielen.

2. Werden für die Spiele im Kreis Sitzgelegenheiten benötigt?

Bei manchen Spielideen stellen sie keine Notwendigkeit dar. Sie lassen sich genauso gut im Stehkreis spielen. Bestimmte Kreisspiele wie die Reise nach Jerusalem lassen sich jedoch nur im Stuhlkreis glaubwürdig darstellen. Wenn keine Stühle verfügbar sind, weicht man auf Kissen aus.

3. Wie lange sollte eine Spieleinheit dauern?

Ein Zeitraum von 5 bis 15 Minuten ist für die Kreisspiele ideal. Wenn zu wenig Zeit vorhanden ist, bleibt der Spielspaß auf der Strecke. Zu viel Zeit ohne Alternativen sorgt hingegen für Langeweile: Wer als Gruppenleitung allerdings eine Ausweichmöglichkeit im Hinterkopf hat, kann ungenutzte Zeit sinnvoll füllen.

4. Sind Bewegungselemente ein zwingender Bestandteil?

Motorische Elemente sind ein geeigneter Ausgleich zum starren Sitzen. Deshalb können und sollen sie bei der Durchführung der Spiele berücksichtigt werden. Spielideen wie Stille Post beinhalten keine körperliche Aktivität. Bei ihnen liegt der Schwerpunkt auf der Konzentrationsfähigkeit.

5. Was ist bei der Planung oder Durchführung generell zu beachten? 

Abwechslung, eine einfache Umsetzung und Freude am gemeinsamen Spielen sind die entscheidenden Kriterien. Wenn jeden Tag die gleichen Spiele angekündigt werden, verlieren sie mit der Zeit ihren Reiz. Neue Spielideen mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Hinblick auf die Kompetenzen sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird. Darüber hinaus sollten sich die Kreisspiele spontan umsetzen lassen. Beide Denkanstöße schaffen beste Voraussetzungen für eine fröhliche Spielrunde im Sitzkreis.

6. Welche Funktion nimmt die Gruppenleitung ein?

Das Spielen im Kreis findet unter anderen Bedingungen statt als "freie" Spiele nach eigenem Ermessen. Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter haben dennoch die Möglichkeit oder gar Pflicht, im Bedarfsfall zu intervenieren. In ihrer Rolle als Aufsichtspersonen spielen sie mit und greifen zur Not ein, um die Ordnung im Ablauf wiederherzustellen.

Fazit - so schließt sich der Kreis

Die Ideen für Spiele im Sitz- oder Stehkreis decken alle Vorlieben im kreativen, kognitiven und motorischen Bereich ab. Trotz struktureller Ähnlichkeiten stellt jedes Kreisspiel einen in sich geschlossenen Verlauf dar. Die meisten Gruppen haben ihre Lieblingsspiele, die gerne und oft gespielt werden. Auf diese Weise wird der Spaß am Spiel mit grundlegenden sozialen Kompetenzen verknüpft. Die Symbolik des Kreises ist durchaus passend - der Kreis steht sinnbildlich für die Einheit in der Gruppe: Alle Beteiligten sind für seine Vollständigkeit von Bedeutung. Das erkennen bereits sehr junge Kinder und lernen, sich auf Augenhöhe zu begegnen. 

24.04.2026, Nina K.

Zur Autorin: Mein Name ist Katharina und ich bin seit dem Jahr 2018 als freiberufliche Autorin tätig. Zuvor habe ich mein Studium in Anglistik und Philosophie erfolgreich abgeschlossen. Das Verfassen von Artikeln für Lehrerblogs zählt nicht nur zu meinen grundlegenden, sondern auch zu meinen liebsten beruflichen Aufgaben. Mir macht es viel Freude, sowohl Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern nützliche Ratschläge für den Alltag 'vor der grünen Tafel' an die Hand zu geben. Meine Themenschwerpunkte reichen von Hilfestellungen für die Organisation über Tipps für eine gelungene Unterrichtsführung bis hin zu Gedanken über Werte wie Empathie und Mitgefühl – sie ermöglichen nicht nur in der Schule ein harmonisches Miteinander.