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Ist alles geregelt? Regeln im Kindergarten

Angefangen in der Grundschule bis hin zum Abschlussjahrgang ist in fast jedem Klassenzimmer ein Plakat an der Pinnwand zu finden, auf dem die geltenden Regeln fein säuberlich und gut lesbar aufgeschrieben sind. In vielen Klassen funktioniert das Zusammenleben auch ohne eine schriftlich festgehaltene Verordnung. Die Schülerschaft behält die Regeln ebenso im Hinterkopf wie die Lehrkräfte.

Nicht nur in Schulen sind die Klassen- oder Schulordnung ein wiederkehrender Bestandteil. Regeln als Hilfestellungen für ein geordnetes Miteinander werden bereits in Betreuungseinrichtungen für Kinder benötigt. Hier ist der Schwerpunkt der Regelwerke zwar anders ausgelegt als in der Schule; die Notwendigkeit solcher Vorschriften im Interesse aller Beteiligten betrifft jedoch auch die Jüngsten. In diesem Beitrag wird die Funktion von Regeln in Betreuungseinrichtungen für Kinder anhand von Beispielen verdeutlicht, die sich als Ergänzungen in bereits bestehende Regelkataloge aufnehmen lassen.

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Bedeutung eines Regelwerks im Kindergarten

Im Kindergarten treffen verschiedene Persönlichkeiten täglich aufeinander. Meistens funktioniert das Zusammenleben im Gruppenverband ohne besondere Vorkommnisse: Die Gruppenmitglieder beschäftigen sich friedlich miteinander oder auch allein. An anderen Tagen ist die Stimmung deutlich angespannter. Aus banalen Meinungsverschiedenheiten entwickeln sich Streitigkeiten, die sich ohne das Eingreifen der Gruppenleitung nicht lösen lassen.

Mit Gruppenregeln lassen sich solche Situationen vermeiden oder zumindest Rahmenbedingungen für ein soziales Umfeld schaffen, in dem sich die Anwesenden über ihre Verantwortung für die Gruppe im Klaren sind.

Arten von Regeln

In Betreuungseinrichtungen für Kinder lassen sich die geltenden Regelwerke in allgemeine Gruppenregeln, Spielregeln und grundsätzliche Regeln gliedern. Die Gruppenregeln werden von der Gruppenleitung und den Mitgliedern gemeinsam bestimmt. Spielregeln beziehen sich auf die Durchführung von Spielvorschlägen. Im Gegensatz zu diesen Regelwerken gelten die grundsätzlichen Regeln in allen Bereichen der jeweiligen Tagesstätte.

Daneben gibt es 'ungeschriebene Gesetze', die nicht ausdrücklich in den Regelkatalog aufgenommen werden müssen. Sie zählen zu den Verhaltensregeln. Mit ihnen werden die Beteiligten dazu angehalten, sich zu entschuldigen, zu bedanken oder sich zu verabschieden, bevor man zur Mittagszeit geht. Das gilt nicht nur für die Gruppenmitglieder, sondern auch für die Gruppenleitung.

10 Beispiele für Regeln im Kindergarten

1. Wenn wir morgens kommen, hängen wir unsere Jacken und Taschen an den Haken der Garderobe auf

Das Verstauen von Gegenständen sorgt für Sicherheit in den Räumlichkeiten der Tagesstätte. Taschen auf den Gängen im Flur sind eine gefährliche Stolperfalle. Zudem werden Bekleidungsstücke auf dem Boden schnell verschmutzt. Beides lässt sich mit dem Anbringen von Kleidung und Taschen am Garderobenhaken vermeiden.

2. Auf den Gängen wird nicht gerannt und auch kein Lärm gemacht

Im Kindergarten sind mehrere Gruppen untergebracht. Deshalb ist besondere Rücksicht geboten: Ein ruhiges Verhalten außerhalb des Gruppenraums (z. B. leise miteinander sprechen) stört niemanden und ist ein Zeichen von Respekt.

3. Nach dem Frühstück machen wir unsere Teller sauber und räumen sie in den Schrank

Das selbstständige Reinigen von verschmutztem Geschirr hält die Gruppenmitglieder zur Eigenverantwortlichkeit an. Gleichzeitig geht es wieder um Rücksichtnahme: Niemand möchte von schmutzigen Tellern essen, sondern legt Wert auf Sauberkeit.

4. Wir machen das Spielzeug von anderen Gruppenmitgliedern nicht kaputt und mit den Spielsachen im Gruppenraum gehen wir sorgfältig um

Das Eigentum einzelner Gruppenmitglieder hat einen ebenso hohen Sachwert wie die Spielgeräte im Gruppenraum. Das Spielzeug in der Betreuungseinrichtung ist für alle Kinder vorgesehen. Somit sind intakte Spielsachen im Interesse des gesamten Gruppenverbands.

5. Beim Spielen in der Gruppe halten wir uns an die Regeln

Hier geht es um das Einhalten von Spielregeln. Ihre Gültigkeit beschränkt sich auf den Zeitraum, in dem das Spiel gespielt wird. Mit dem Befolgen der Regeln schaffen die Mitspielenden faire Bedingungen, ohne die sich der Spielspaß nicht einstellt.

6. Nach dem Spielen räumen wir den Gruppenraum auf

Am Ende des Tages möchten alle Gruppenmitglieder so schnell wie möglich nach Hause. Den Erzieherinnen und Erziehern geht es nicht anders. Trotzdem lässt sich ohne ein gemeinsames Aufräumen mit vereinten Kräften keine Ordnung in die Räumlichkeiten bringen. Erst im Anschluss wird der Tag in der Kita beschlossen.

7. Für die Pflanzen auf der Fensterbank ist immer ein Mitglied aus der Gruppe verantwortlich -es sorgt dafür, dass die Pflanzen genug Wasser bekommen

Ähnlich wie beim unaufgeforderten Aufräumen von Geschirr ist die Versorgung von Pflanzen im Gruppenraum eine Möglichkeit, die Kinder zur Selbstständigkeit anzuhalten. In ihrem Alter macht ihnen das liebevolle Gießen der hauseigenen Gewächse meistens viel Freude. Es macht ihnen Spaß, den Topfblumen beim Wachsen zuzusehen und sich ihres eigenen Beitrags zur Pflanzengesundheit bewusst zu sein.

8. Wir bitten um Entschuldigung, wenn wir uns nicht gut verhalten haben

Hinweise für angemessene Umgangsformen bedürfen eigentlich keiner Erwähnung. Sie sollten den Kindern bereits von den Eltern beigebracht worden sein. Im Regelwerk ist eine Anmerkung im Hinblick auf das Eingestehen von Schuld allerdings sinnvoll: Die Gruppenmitglieder müssen in der Lage sein, richtige und falsche Verhaltensweisen zu erkennen. Je früher sie diese Fähigkeit lernen, umso leichter geht ihnen die Bitte um Entschuldigung über die Lippen.

9. Beim Morgenkreis oder Stuhlkreis hören wir uns zu und lassen uns ausreden

Gesprächsregeln sorgen für eine konstruktive Kommunikation im Gruppenverband. Spätestens ab der ersten Klasse ist aufmerksames Zuhören ein Kernthema im Fachunterricht. Das Mitverfolgen der Gesprächsinhalte klärt nicht nur Verständnisprobleme, sondern beugt lästigen Zwischenrufen vor. Letztendlich möchten alle Mitglieder im Stuhlkreis das Wort haben dürfen. Dieser Wunsch wird mit solch einer Diskussionsregel zum allgemeinen Recht erklärt.

10. Wir sind höflich zueinander und sagen keine bösen Sachen

Diese Anweisung ist zugleich eine Überzeugung - Höflichkeit ist die Grundlage eines respektvollen Umgangs in der Kindergartengruppe. Der Verzicht auf kränkende Worte darf keine reine Theorie bleiben. Unstimmigkeiten sind normal, aber keine Berechtigung für verbale Verletzungen. Darauf wird mit dieser Regel hingewiesen.

Regeln im Kindergarten - FAQs

1. Muss ich den Kindern den Sinn der Regeln erklären?

Ein offenes Gespräch über die Sinnhaftigkeit der Regelwerke ist immer besser als blinder Gehorsam. Kinder möchten ihre Umwelt verstehen. Dazu gehört auch eine Erläuterung des Zwecks von Vorschriften. 'Diese Regel ist wichtig, weil....' fordert keinen blinden Gehorsam, sondern macht den Zuhörenden den Sinn von Regeln verständlich.

2. Wie lässt sich die Festlegung der Regeln nach demokratischen Gesichtspunkten durchführen?

In den meisten Schulen beratschlagt die Klassenleitung mit der Schülerschaft über die Klassenordnung. Solch eine Form des Austauschs ist im Kindergarten keinesfalls verfrüht. Wer mit den Kindern mögliche Regeln abwägt, bezieht ihre Vorstellungen eines freundschaftlichen Zusammenhalts in der Gruppe in die Überlegungen ein.

3. Gibt es in Kitas Regeln, die für alle Gruppen gelten?

Gruppenübergreifende Vorgaben für ein gemeinschaftliches Zusammenleben sind in allen Kindergartengruppen vertreten. Die Regeln für ein rücksichtsvolles Verhalten werden in jeder Gruppe eingehalten. Spezifische Vorschriften eignen sich für den Einzelfall: Wenn nur in einem Gruppenraum Blumen gezüchtet werden, gelten entsprechende Hinweise zur Pflanzenpflege nicht in der gesamten Einrichtung.

4. Wie gehe ich mit versehentlichen Regelverstößen um?

Oftmals wird eine Regel im Affekt nicht beachtet. Sanktionen sind hier nicht erforderlich. Ein kurzer Hinweis genügt, um die betreffende Person darauf aufmerksam zu machen. Für die Differenzierung zwischen absichtlichen und ungewollten Regelverstößen braucht die Gruppenleitung neben einem guten Urteilsvermögen auch eine gesunde Menschenkenntnis.

5. Ich habe mich selber falsch verhalten oder eine bestimmte Regel missachtet. Was kann ich tun?

Sogar die kompetenteste Fachkraft vergisst an arbeitsreichen Tagen manche Gepflogenheit, die eigentlich selbstverständlich ist. In dem Fall sollte sie sowohl sich selbst als auch die Gruppenmitglieder daran erinnern, dass eine Regel übergangen wurde.

Beispielhafte Formulierung für solch eine Situation:

'Guckt mal, jetzt habe ich in der Eile ganz vergessen, meinen Teller abzuwaschen. Das werde ich jetzt erst einmal tun. Danach spielen wir unser Spiel weiter'.

So lernen die Kinder, dass ein versehentliches Fehlverhalten normal ist und selbst den Erwachsenen passieren kann. Auf diese Weise können sie auch bei ihren eigenen Handlungsweisen zwischen Versehen und Vorsatz unterscheiden.

Fazit - in der Regel vertragen wir uns

Die Gemeinschaft in der Kindergartengruppe ist an den meisten Tagen in der Woche ein echter Gewinn. Man kann etwas voneinander lernen und verbringt die Zeit zusammen. Manchmal geht es weniger geordnet zu. Die fehlende Ordnung bezieht sich nicht nur auf den Umgangston, sondern auch auf die äußeren Umstände im Gruppenraum oder auf dem Spielplatz.

Die Betreuerinnen und Betreuer leben die Regeln vor. Sie halten die Vorschriften für ein angemessenes Sozialverhalten mit der gleichen Ernsthaftigkeit ein, wie sie von den Gruppenmitgliedern erwartet wird. Auf diese Weise lassen sich auch junge Kinder von der Berechtigung eines Regelwerks überzeugen.

Nina K., 21.01.2026

Zur Autorin: Mein Name ist Katharina und ich bin seit dem Jahr 2018 als freiberufliche Autorin tätig. Zuvor habe ich mein Studium in Anglistik und Philosophie erfolgreich abgeschlossen. Das Verfassen von Artikeln für Lehrerblogs zählt nicht nur zu meinen grundlegenden, sondern auch zu meinen liebsten beruflichen Aufgaben. Mir macht es viel Freude, sowohl Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern nützliche Ratschläge für den Alltag 'vor der grünen Tafel' an die Hand zu geben. Meine Themenschwerpunkte reichen von Hilfestellungen für die Organisation über Tipps für eine gelungene Unterrichtsführung bis hin zu Gedanken über Werte wie Empathie und Mitgefühl – sie ermöglichen nicht nur in der Schule ein harmonisches Miteinander.